Moru Kopjes

Name:Moru Kopjes

Größe:

Ca. 1.000–1.500 km² (isoliertes Kopje-Gebiet südlich des Seronera-Tals im zentralen Bereich des Serengeti-Nationalpark)

Highlights:

Die Moru Kopjes sind bekannt für ihre eindrucksvollen Granitfelsformationen, die markant aus der offenen Savanne herausragen. Das Gebiet beherbergt eine der wenigen verbliebenen Spitzmaulnashorn-Populationen der Serengeti. Mit dem sogenannten Gong Rock findet sich hier eine besondere Felsformation, die bei Schlag einen metallischen Klang erzeugt. Zudem befinden sich in einigen Kopjes historische Felsmalereien der Maasai. Die weiten Ebenen in Richtung Lake Magadi bieten saisonal beeindruckende Tierkonzentrationen.

Pro:

Deutlich weniger Fahrzeuge als im Seronera-Kerngebiet; gute Chancen auf Nashorn-Sichtungen; Spektakuläre Fotokulissen durch Kopjes; Kombination aus Ebenen und Felslandschaft

Con:

Weniger permanente Wasserstellen, Tierdichte saisonal schwankend, weniger Infrastruktur als in Seronera

Beste Zeit:

Ganzjährig zugänglich, Juni–Oktober: Trockenzeit mit guten Sichtbedingungen, Dezember–März: Migration streift südliche Ebenen nahe Moru, April–Mai: Regenzeit, teils schwer befahrbare Pisten

Camps:

Dunia Camp
Asanja Moru
Naona Moru Camp
Little Moru Camp
Elewana Serengeti Pioneer Camp
Ole Serai Camp - Moru Kopjes 

Betreiber:

Asilia Africa, Nasikia Camps, Elewana Collection, Asanja Africa, Wellworth Collection

Anreise:

Per Fahrzeug von Seronera (ca. 1–2 Stunden). Alternativ Buschflug nach Seronera Airstrip, Weiterfahrt ins Moru-Gebiet. Kombination mit Ndutu-Region oder südlicher Serengeti üblich

Landschaft:

Charakteristisch sind massive Granitkopjes, die aus der offenen Kurzgrassavanne emporragen. Diese Felsen bieten Aussichtspunkte für Löwen und Lebensraum für Klippschliefer. Südlich erstrecken sich die Ebenen Richtung Lake Magadi, einer flachen, saisonalen Sodasee-Senke.

Erschließung:

Mäßig erschlossenes Netz an Pirschpisten, weniger frequentiert als das zentrale Seronera-Tal. Kein eigenes großes Airstrip im Kerngebiet, Zugang über Seronera.

Tierwanderung

Die Moru Kopjes sind innerhalb des Serengeti-Ökosystems kein klassisches Kerngebiet der großen Tierwanderung, sondern vor allem ein Durchzugsraum mit wechselnder Bedeutung im Jahresverlauf. Die intensivste Phase fällt in die Monate Juni und Juli, wenn große Herden durch die zentrale Serengeti in Richtung Western Corridor ziehen und dabei auch die offenen Ebenen rund um die Kopjes nutzen. Eine sekundäre, aber weniger konzentrierte Wanderungsaktivität ist zwischen März und Mai sowie erneut im November und Dezember zu beobachten, wenn Tiere auf ihren saisonalen Routen das Gebiet passieren. In den übrigen Monaten, insbesondere von Januar bis Februar sowie zunehmend ab August, nimmt die Bedeutung der Moru Kopjes für die Migration deutlich ab, da sich die Hauptbewegungen der Herden in andere Regionen verlagern. Charakteristisch für das Gebiet ist daher nicht die konstante Präsenz großer Tiermassen, sondern die Kombination aus zeitweiser Migration und einer ganzjährig hohen Dichte an standorttreuen Wildtieren, insbesondere Raubtieren.

Tiere  Überblick:

Moru Kopjes ist besonders bekannt für seine kleine, streng geschützte Population von Spitzmaulnashörnern. Die Felsformationen bieten ideale Rückzugsorte für Raubtiere, insbesondere Löwen. Die umliegenden Ebenen werden saisonal von Herden der Großen Migration durchzogen.

Tiere Aufzählung

Weißbartgnu (Bestand: 1,5 Mio.), Thomsongazelle, Grantgazelle, Steppenzebra, Afrikanischer Büffel, Elenantilope, Kleiner Kudu, Pferdeantilope, Bleichböckchen, Kuhantilope, Steinböckchen, leierantilope, Büschelohr-Oryx, Warzenschwein, Buschbock, Sitatunga, Kronenducker, Impala, Kirk-Dikdik, Riedbock, Wasserbock, Klippspringer, Giraffe, Bergriedböcke, Anubispavian, Afrikanischer Elefant, Erdferkel, Steppenschuppentier, Kaphase, Stachelschwein, Schliefer, Löffelhund, Kapotter, Fleckenhalsotter, Honigdachs, Zorilla, Manguste, Erdwolf, Kleinfleck-Ginsterkatze, Großfleck-Ginsterkatze, Afrikanische Zibetkatze, Serval, Falbkatze, Buschschwein
Löwe, Leopard, Gepard, Tüpfelhyäne, Streifenhyäne, Afrikanischer Goldwolf, Schabrackenschakal, Spitzmaulnashorn, Flusspferd, Südliche Grünmeerkatze, Südlicher Husarenaffe, Mantelaffe,
Reptilien: Nilkrokodil, Nilwaran, Pantherschildkröte, Nördliche Felsenpython, Afrikanische Speikobra, Puffotter, Echsen

Vögel Überblick:

Die Kombination aus Felsen, offenen Ebenen und saisonalen Wasserflächen schafft vielfältige Lebensräume für Greifvögel und Savannenspezialisten. Rund um Lake Magadi treten zeitweise Wasservögel auf.

Checkliste für Vogelarten in der Serengeti

Vögel Aufzählung:

Über 700 Vogelarten in der Serengeti.  Auswahl: 

Schikrasperber, Schwarzzügel-Drosselhäherling, Blasskopf-Zistensänger, Seidenreiher, Trompeterhornvogel, Keilschwanz-Glanzstar, Kaprohrsänger, Schwarzkinn-Wachtelastrild, Schwarzbrust-Schlangenadler, Fächerschwanzsänger, Maussegler, Baumpieper, Uferschnepfe, Ohrfleck-Bartvogel, Steppenlerche, Afrikakuckuck, Kurzflügelweber, Tavetahoniganzeiger, Äthiopientrappe, Dreiband-Regenpfeifer, Dreifarben-Glanzstar, Turmfalke, Lachseeschwalbe, Weißkopf-Bartvogel, Blaukopfastrild, Rauchschwalbe, Graubrustfrankolin, Fleckennachtschwalbe, Tacazzenektarvogel, Schwarzkehl-Lappenschnäpper, Schmucknektarvogel, Turmfalke, Blauracke, Baobabsegler, Schwarzhalstaucher, Zwergdommel, Uferschwalbe, Weißbrust-Raupenfänger, Zwergweber, Goldpirol, Graubürzel-Singhabicht, Pfeifente, Zwergzistensänger, Hartlaubheckensänger, Bindenrennvogel, Rotkehlpieper, Heuglin-Brillenvogel, Diadembartvogel, Fledermaussegler, Bronzesultanshuhn, Langschnabelpieper, Ortolan, Höhennachtschwalbe, Hartlaubheckensänger, Bindenrennvogel, Zwergdommel, Heuglindrosselhäherling, Silberwangen-Hornvogel, Stelzenläufer, Schalowturako, Blutschnabelweber, Kampfadler, Messingglanzstar, Schmutzgeier, Witwenstelze, Jakobinerkuckuck, Kurzflügel-Zistensänger, Graulärmvogel, Blaßuhu, Bandastrild, Graubürzelschwalbe, Zügelastrild, Somalibrillenvogel, Sichelhopf, Fleckenadler, Spottlerche, Savannenralle, Steinwälzer, Kapralle, Olivnektarvogel, Doppelband-Rennvogel, Gleitaar, Hochland-Nektarvogel, Kardinalweber, Somalitschagra, Goldweber, Bachstelze, Grauschopf-Brillenvanga, Kapralle, Äthiopientrappe, Mosambikgirlitz, Blauracke, Sperbergeier, Schopffrankolin, Schmetterlingsastrild, Kampfläufer, Amharazistensänger, Weißbrauenkuckuck, Bronzeflecktaube, Wiedehopf

Checkliste für Vogelarten in der Serengeti

Pflanzen:

Kurzgrassavanne dominiert das Gebiet, durchsetzt mit einzelnen Akazienarten. Auf den Granitkopjes wachsen sukkulente Pflanzen und trockenheitsresistente Sträucher. Während der Regenzeit bedecken Wildblumen und frisches Gras die Ebenen Richtung Ndutu und Lake Magadi.

Interaktive Karte der Serengeti

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