Südliche Serengeti - Ndutu

Name:Südliche Serengeti - Ndutu

Größe:

Der Serengeti-Nationalpark umfasst insgesamt rund 14.750 km². Die südliche Serengeti mit dem Ndutu-Gebiet erstreckt sich über etwa 2.000–3.000 km², wobei ein Teil davon bereits in das angrenzende Ngorongoro Conservation Area übergeht.

Highlights:

Kalbungszeit der Great Migration mit hunderttausenden Gnus und Zebras, spektakuläre Raubtieraktivität, weite baumlose Kurzgras-Ebenen, Ndutu- und Masek-See.

Pro:

Beste Chancen, die Geburt tausender Jungtiere zu erleben; hohe Raubtierdichte in der Kalbungszeit; weite offene Landschaft für exzellente Sicht.

Con:

Stark saisonabhängig – außerhalb der Migration deutlich weniger Tiere; in der Hochphase (Jan–Feb) viele Fahrzeuge; Hitze und Staub können intensiv sein.

Beste Zeit:

Die südliche Serengeti ist vor allem zwischen Dezember und März von zentraler Bedeutung. In dieser Zeit sammeln sich die großen Herden zur Kalbung auf den nährstoffreichen Kurzgrasflächen. Besonders Januar und Februar gelten als Höhepunkt, wenn täglich tausende Gnus geboren werden. Während der großen Regenzeit (März bis Mai) beginnt die Abwanderung der Herden nach Westen und Norden. In der Trockenzeit (Juni bis Oktober) ist die Region deutlich tierärmer, da sich die Migration dann in anderen Teilen des Ökosystems befindet.

Camps:

Nasikia Mobile Migration Camp Ndutu
Esirai Camp Süden (Saisonal)
Serengeti Woodlands Camp
Lemala Ndutu Tented Camp
Siringit Migration Camp
Nyikani Migration Camp Ndutu
Ndutu Safari Lodge

Betreiber:

Die Unterkünfte werden von verschiedenen Anbietern betrieben, darunter Entara, Lemala Camps & Lodges, Siringit sowie weitere mobile Camp-Anbieter, die der Migration folgen.

Anreise:

Die Anreise erfolgt über Straßenverbindungen von Arusha oder Karatu aus. Alternativ per Flug über den Ndutu Airstrip mit Verbindungen aus Arusha, dem Kilimanjaro International Airport sowie anderen Parks.

Landschaft:

Die Region ist geprägt von weiten, offenen Kurzgras-Savannen mit kaum Baumbestand. Die fruchtbaren Vulkanböden sorgen für nährstoffreiches Gras, das besonders während der Regenzeit ideale Bedingungen für Pflanzenfresser bietet. Einzelne Akazienhaine und leichte Erhebungen unterbrechen die ansonsten flache Landschaft.

Erschließung:

Die Ndutu-Region ist weniger stark erschlossen als die zentrale Serengeti. Es gibt deutlich weniger feste Straßen, viele Pisten sind saisonal und abhängig von den Wetterbedingungen. Offroad-Fahrten sind in Teilen der Region (insbesondere im Ngorongoro-Schutzgebiet) erlaubt, was flexible Tierbeobachtungen ermöglicht.

Gewässer::

Die südliche Serengeti wird durch mehrere saisonale und permanente Gewässer geprägt. Besonders wichtig sind der Lake Ndutu und der Lake Masek, die je nach Wasserstand stark variieren können. Beide Seen sind meist alkalisch und ziehen Flamingos sowie andere Wasservögel an. Flüsse spielen eine untergeordnete Rolle, da es sich überwiegend um ein offenes Ebengebiet handelt. Stattdessen gibt es zahlreiche saisonale Wasserläufe und Senken, die sich während der Regenzeit füllen. Diese temporären Wasserquellen sind entscheidend für die Konzentration der großen Herden während der Kalbungszeit. In der Trockenzeit trocknen viele dieser Gewässer aus, was zur Abwanderung der Tiere beiträgt.

Tierwanderung:

Die südliche Serengeti – insbesondere die Ndutu-Region – ist eines der wichtigsten Kerngebiete der Great Migration. Zwischen Dezember und März halten sich hier die größten Tieransammlungen des gesamten Serengeti-Mara-Ökosystems auf.
Nach den kurzen Regenfällen im November wandern die Herden von Weißbartgnus (Connochaetes taurinus) und Steppenzebras (Equus quagga) aus dem Norden und Westen in die südlichen Ebenen. Der Hauptgrund ist das nährstoffreiche, kurz gewachsene Gras, das optimale Bedingungen für trächtige Weibchen bietet.
Der Höhepunkt ist die Kalbungszeit im Januar und Februar. In wenigen Wochen werden hunderttausende Jungtiere geboren. Diese Synchronisation erhöht die Überlebenschancen der Kälber, da Raubtiere nicht alle gleichzeitig erbeuten können. Dennoch ist dies auch die Phase intensivster Prädation: Löwen, Geparden, Hyänen und Schakale profitieren stark vom Überangebot an Beute.
Ab März beginnt die Migration langsam nach Westen in Richtung des südlichen Grumeti-Korridors. Mit zunehmender Trockenheit im April und Mai verlassen die meisten Herden die Region vollständig.
Neben Gnus und Zebras nehmen auch Thomson-Gazellen (Eudorcas thomsonii) in großer Zahl teil, während andere Arten wie Giraffen oder Elefanten eher standorttreu bleiben. Für Besucher gilt Ndutu als beste Region, um die dramatischste Phase der Migration – die Geburt – zu erleben.

Tiere  Überblick:

Die Ndutu-Region bietet während der Hochsaison eine der höchsten Tierdichten Afrikas. Besonders auffällig sind riesige Gnu- und Zebraherden sowie eine außergewöhnlich hohe Aktivität von Raubtieren. Geparden sind hier besonders gut zu beobachten, da die offene Landschaft ideale Jagdbedingungen bietet.

Tiere Aufzählung

Weißbartgnu (Bestand: 1,5 Mio.), Thomsongazelle, Grantgazelle, Steppenzebra, Afrikanischer Büffel, Elenantilope, Kleiner Kudu, Pferdeantilope, Bleichböckchen, Kuhantilope, Steinböckchen, leierantilope, Büschelohr-Oryx, Warzenschwein, Buschbock, Sitatunga, Kronenducker, Impala, Kirk-Dikdik, Riedbock, Wasserbock, Klippspringer, Giraffe, Bergriedböcke, Anubispavian, Afrikanischer Elefant, Erdferkel, Steppenschuppentier, Kaphase, Stachelschwein, Schliefer, Löffelhund, Kapotter, Fleckenhalsotter, Honigdachs, Zorilla, Manguste, Erdwolf, Kleinfleck-Ginsterkatze, Großfleck-Ginsterkatze, Afrikanische Zibetkatze, Serval, Falbkatze, Buschschwein
Löwe, Leopard, Gepard, Tüpfelhyäne, Streifenhyäne, Afrikanischer Goldwolf, Schabrackenschakal, Spitzmaulnashorn, Flusspferd, Südliche Grünmeerkatze, Südlicher Husarenaffe, Mantelaffe,
Reptilien: Nilkrokodil, Nilwaran, Pantherschildkröte, Nördliche Felsenpython, Afrikanische Speikobra, Puffotter, Echsen

Vögel Überblick:

Die offenen Ebenen und saisonalen Seen machen Ndutu zu einem hervorragenden Gebiet für Vogelbeobachtung, insbesondere für Wat- und Wasservögel während der Regenzeit.

Vögel Aufzählung:

Über 500 Vogelarten im weiteren Gebiet. Auswahl: Flamingos, Strauß, Sekretär, Kronenkranich, Schreiseeadler, Ohrengeier, Weißrücken-Geier, Marabu, Schwarzflügelkiebitz, Spornkiebitz, Braunbauch-Flughuhn, Sandflughuhn, Gelbkehlpieper, Steppenlerche, Dorntschagra, Glanzstar, Nektarvögel, Webervögel, Frankoline, Tauben, verschiedene Reiherarten. Vollständige Bird Species Checklist Serengeti

Pflanzen:

Die Vegetation wird von nährstoffreichen Kurzgras-Savannen dominiert, die auf vulkanischen Böden wachsen. Diese Graslandschaften sind entscheidend für die Migration, da sie besonders proteinreich sind. In Senken und rund um Wasserstellen finden sich auch höhere Gräser. Bäume sind selten und beschränken sich meist auf vereinzelte Akazien oder kleine Baumgruppen.

Interaktive Karte der Serengeti

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