Beste Reisezeit Antarktis – Monate, Tiere und Regionen im Überblick
Eine Reise in die Antarktis gehört zu den außergewöhnlichsten Naturerlebnissen der Welt. Gewaltige Gletscher, riesige Eisberge und eine einzigartige Tierwelt machen den südlichsten Kontinent zu einem Traumziel für Expeditionsreisende.
Doch wann ist eigentlich die beste Reisezeit für die Antarktis?
Die kurze Antwort: Die Antarktis ist nur während des antarktischen Sommers zwischen Oktober und März bereisbar. In diesen wenigen Monaten öffnen sich die Meere rund um den Kontinent, und Expeditionsschiffe können die Region erreichen.
Innerhalb dieser Saison verändern sich jedoch Landschaft, Tierwelt und Reisebedingungen erheblich. Manche Monate sind ideal für Pinguinbeobachtungen, andere für Walbeobachtungen oder spektakuläre Eislandschaften. Auch die verschiedenen Regionen der Antarktis – etwa die Antarktische Halbinsel, Südgeorgien, die Falklandinseln, das Weddellmeer oder das abgelegene Rossmeer – unterscheiden sich deutlich.
Auf dieser Seite findest du einen Überblick über:
die Antarktis-Reisesaison
die beste Reisezeit nach Monaten
die beste Zeit für Tierbeobachtungen
die wichtigsten Regionen der Antarktis
Wann kann man in die Antarktis reisen?
Die Antarktis ist der kälteste Kontinent der Erde. Während des langen Winters herrschen extreme Bedingungen mit Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt und einer nahezu geschlossenen Eisdecke auf dem Meer.
Erst im antarktischen Sommer beginnt das Meereis aufzubrechen. Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen leicht an und die Tierwelt wird aktiv.
Die klassische Antarktis-Reisesaison dauert daher von Ende Oktober bis Anfang April.
In dieser Zeit profitieren Reisende von:
vergleichsweise milden Temperaturen zwischen etwa –5 °C und +8 °C
sehr langen Tagen mit teilweise 20–24 Stunden Tageslicht
aktiven Pinguin- und Robbenkolonien
guten Bedingungen für Expeditionsschiffe
Viele Antarktisreisen starten in Ushuaia in Südargentinien. Von dort führt die Route über die Drake-Passage zur Antarktischen Halbinsel. Häufig werden auch die Falklandinseln und Südgeorgien in die Reise integriert.
Die Antarktis-Saison im Überblick
Innerhalb der kurzen Reisesaison verändert sich die Natur der Antarktis deutlich. Für viele Reisende ist es daher sinnvoll, die Saison in drei Phasen zu unterteilen.
Frühsaison – Oktober und November
Die frühe Saison bietet besonders spektakuläre Eislandschaften. Große Teile der Küste sind noch von frischem Schnee bedeckt, und riesige Eisberge treiben im Meer.
Gleichzeitig beginnt das Brutverhalten vieler Tierarten. Pinguine kehren zu ihren Kolonien zurück und beginnen mit Balz und Nestbau.
Typische Highlights dieser Zeit:
sehr dramatische Schneelandschaften
erste Aktivitäten in Pinguinkolonien
große Tafeleisberge
relativ wenige Schiffe in der Region
Besonders schöne Orte für frühe Landgänge sind beispielsweise Half Moon Island, Brown Bluff oder Cuverville Island.
Hochsommer – Dezember und Januar
Der antarktische Hochsommer ist die lebendigste Phase der Saison. Die Sonne scheint fast rund um die Uhr, und viele Tierarten ziehen jetzt ihre Jungen auf.
In den großen Pinguinkolonien schlüpfen die Küken, und die Strände sind voller Robben und Seevögel.
Einige der spektakulärsten Tierbeobachtungen finden in dieser Zeit auf Südgeorgien statt. Orte wie Salisbury Plain, St Andrews Bay oder Gold Harbour gehören zu den größten Königspinguin-Kolonien der Welt.
Weitere Highlights des Hochsommers:
maximale Tieraktivität
lange Tage mit hervorragendem Licht für Fotografen
viele mögliche Anlandungen entlang der Küste
beeindruckende Pinguinkolonien
Spätsommer – Februar und März
Der Spätsommer ist besonders bekannt für hervorragende Walbeobachtungen. Viele Walarten halten sich jetzt in den nährstoffreichen Gewässern rund um die Antarktis auf.
Buckelwale, Zwergwale und Orcas sind in dieser Zeit häufig zu sehen, vor allem in der Gerlache Strait oder im Antarctic Sound.
Weitere Vorteile dieser Reisezeit:
besonders gute Chancen auf Walbeobachtungen
weniger Meereis
große Eisberge im offenen Wasser
oft ruhigere Atmosphäre mit weniger Schiffen
Beste Reisezeit nach Monaten
Die Antarktissaison lässt sich auch sehr gut monatlich betrachten, da sich Tierverhalten und Landschaft innerhalb weniger Wochen deutlich verändern.
Zum Beispiel:
Oktober: Beginn der Expeditionssaison und spektakuläre Eislandschaften
November: Brutbeginn vieler Pinguinarten
Dezember: erste Pinguinküken schlüpfen
Januar: Hochsommer mit maximaler Tieraktivität
Februar: hervorragende Walbeobachtungen
März: dramatische Eisberge und ruhige Landschaften
Eine detaillierte Übersicht aller Monate findest du in unserem Guide zur Antarktis-Reisezeit nach Monaten.
Beste Reisezeit für Tierbeobachtungen
Viele Reisende entscheiden sich für eine Antarktisreise vor allem wegen der außergewöhnlichen Tierwelt.
Zu den bekanntesten Bewohnern der Region zählen:
mehrere Pinguinarten
Wale
Robben
große Seevögel wie Albatrosse
Besonders beeindruckende Tierkolonien befinden sich auf Südgeorgien, etwa in Salisbury Plain, St Andrews Bay oder Gold Harbour, wo hunderttausende Königspinguine leben.
Auch entlang der Antarktischen Halbinsel lassen sich zahlreiche Pinguin- und Robbenkolonien beobachten.
Welche Monate sich am besten für bestimmte Tierarten eignen, erfährst du in unserem Guide zur Tierwelt der Antarktis und der besten Reisezeit für Tierbeobachtungen.
Regionen der Antarktis und ihre Besonderheiten
Viele Antarktisreisen führen nicht nur zur Antarktischen Halbinsel, sondern auch zu anderen spektakulären Regionen des Südatlantiks.
Antarktische Halbinsel
Die Antarktische Halbinsel ist die meistbesuchte Region des Kontinents. Dramatische Fjorde, gewaltige Gletscher und zahlreiche Tierkolonien machen sie zu einem idealen Ziel für Expeditionskreuzfahrten.
Bekannte Orte sind:
Lemaire Channel
Paradise Bay
Deception Island
Port Lockroy
Neko Harbour
Auch der berühmte Lemaire Channel, oft als „Kodak Gap“ bezeichnet, gehört zu den Höhepunkten vieler Expeditionen.
Mehr über Routen, Tierwelt und die beste Reisezeit erfährst du auf unserer Seite zur Antarktischen Halbinsel.
Falklandinseln
Die Falklandinseln sind ein Paradies für Vogelbeobachter. Sie liegen etwa 500 Kilometer nördlich der Antarktischen Halbinsel und werden häufig als erster Stopp auf längeren Antarktisexpeditionen besucht.
Die Inselgruppe ist vor allem für ihre außergewöhnliche Vogelwelt bekannt. Hier leben mehrere Pinguinarten sowie große Kolonien von Albatrossen und anderen Seevögeln.
Besonders bekannte Orte sind:
Volunteer Point mit einer großen Königspinguin-Kolonie
Saunders Island, bekannt für Felsenpinguine und Schwarzbrauenalbatrosse
West Point Island, ein wichtiger Brutplatz für Seevögel
Eine ausführliche Beschreibung der Tierwelt und der wichtigsten Landeplätze findest du auf unserer Seite zu den Falklandinseln.
Südgeorgien
Südgeorgien gehört zu den spektakulärsten Tierregionen der Erde. Hier befinden sich einige der größten Pinguinkolonien der Welt.
Zu den bekanntesten Orten zählen:
Salisbury Plain
St Andrews Bay
Gold Harbour
Grytviken
Mehr über Landschaft, Tierwelt und die besten Landeplätze erfährst du auf unserer Seite über Südgeorgien.
Weddellmeer
Das Weddellmeer ist eine wilde und oft stark vereiste Region östlich der Antarktischen Halbinsel. Große Tafeleisberge treiben hier im Packeis.
Bekannte Orte sind Snow Hill Island, Paulet Island und Devil Island.
Paulet Island beherbergt eine der größten Adélie-Pinguin-Kolonien der Antarktis. In manchen Jahren führen Expeditionen im Weddellmeer auch zu abgelegenen Kaiserpinguin-Kolonien auf dem Meereis.
Weitere Informationen zu Expeditionen in diese Region findest du auf unserer Seite zum Weddellmeer.
Rossmeer
Das Rossmeer gehört zu den abgelegensten Regionen der Antarktis und wird nur von wenigen spezialisierten Expeditionen besucht. Reisen dorthin dauern oft mehrere Wochen und führen tief in das antarktische Packeis.
Zu den wichtigsten Orten zählen:
Ross Island
Cape Royds
Cape Crozier
Diese Region ist auch bekannt für einige der größten Kaiserpinguin-Kolonien der Antarktis sowie für historische Hütten der Polarforscher Robert Falcon Scott und Ernest Shackleton.
Eine ausführliche Beschreibung der Routen und Highlights findest du auf unserer Seite über das Rossmeer.

























