Dudhwa National Park, Kishanpur Wildlife Reserve und Pilibhit Tiger Reserve
Die Naturreservate Dudhwa, Kishanpur, Pilibhit und Katarniaghat sind zentrale Schutzgebiete im Terai-Gürtel Nordindiens und gehören zu den artenreichsten Regionen des Landes. Der Dudhwa Nationalpark, bekannt für seine dichten Sal-Wälder, Graslandschaften und Feuchtgebiete, ist Heimat einer bedeutenden Population Bengalischer Tiger. Hier wurde auch das Indische Panzernashorn erfolgreich wieder angesiedelt. Angrenzend bietet das Kishanpur Wildlife Sanctuary, mit seinen offenen Graslandschaften und dichten Wäldern, idealen Lebensraum für Sumpfhirsche und eine hohe Dichte an Tigern. Das Pilibhit Tiger Reserve, südöstlich von Dudhwa, bietet eine einzigartige Mischung aus Wald und Ackerland und ist einer der wenigen Orte in Indien, wo wilde Indische Elefanten in freier Natur beobachtet werden können. Im Katarniaghat Wildlife Sanctuary, durchzogen vom Ghaghara-Fluss, können Besucher die seltenen Ganges-Flussdelfine in ihrem natürlichen Lebensraum erleben. Diese Schutzgebiete spielen eine entscheidende Rolle im Erhalt der Artenvielfalt Nordindiens.
| Name: | Dudhwa National Park, Kishanpur Wildlife Reserve und Pilibhit Tiger Reserve |
| Größe: | ca..2200 km² |
| Gründungsjahr: | 1977 (Dudhwa National Park), 1972 (Kishanpur Wildlife Sactuary), 2008 (Pilibhit Tiger Reserve), 1976 (Katarniaghat) |
| Highlights: | Dudhwa ist bekannt für seine dichten Sal-Wälder und Graslandschaften, in denen Panzernashörner und Tiger beheimatet sind. Das angrenzende Kishanpur Wildlife Sanctuary bietet ähnliche Lebensräume und ist ein wichtiger Ort für die Beobachtung von Tigern und Sumpfhirschen. Im Pilibhit Tiger Reserve leben wilde indische Elefanten und Tiger in einer abwechslungsreichen Landschaft, die von Wäldern bis zu Grasländern reicht. Das Katarniaghat Wildlife Sanctuary zeichnet sich durch seine Feuchtgebiete und Flusslandschaften aus, in denen Ganges-Flussdelfine und Krokodile leben. |
| Pro: | Vier verschiedene Naturreservate |
| Con: | Lange Anfahrt nach Katarniaghat sowie Pilibhit Gelegentlich Konflikte zwischen Tigern und Menschen |
| Beste Reisezeit: | Die beste Reisezeit ist von November bis April. In diesen Monaten herrscht angenehmes, trockenes Wetter, das ideale Bedingungen für Wildtierbeobachtungen bietet. November bis Februar sind kühl und trocken, mit angenehmen Tagestemperaturen und kühleren Nächten. Die Vegetation ist dichter, und es gibt reichlich Gelegenheit, Wildtiere zu beobachten, da viele Tiere in den kühleren Morgen- und Abendstunden aktiv sind. Im März und April beginnt es wärmer zu werden, aber die Tierbeobachtungen sind weiterhin exzellent, da viele Tiere sich in der Nähe von Wasserquellen aufhalten. Dies ist auch die Zeit, in der die Vegetation allmählich abnimmt, was die Sichtbarkeit der Tiere verbessert. Die Monsunzeit von Juni bis September bringt starke Regenfälle mit sich, was die Straßenverhältnisse erschwert und die meisten Parks zeitweise schließt. |
| Camps: | Jaagir Manor |
| Anreise: | Die nächstgelegenen großen Flughäfen sind Lucknow und Delhi. Von internationalen Zielen aus fliegen viele Reisende zuerst nach Delhi (Indira Gandhi International Airport) und nehmen dann einen Inlandsflug nach Lucknow (Chaudhary Charan Singh International Airport). Dudhwa liegt etwa 230 Kilometer von Lucknow entfernt. Die Fahrt mit dem Auto dauert etwa 5-6 Stunden. Alternativ kann man einen Zug nach Dudhwa oder Palia Kalan, der nächstgelegenen Stadt, nehmen. Die Entfernung von Delhi nach Dudhwa beträgt etwa 430 Kilometer. Die Reisezeit mit dem Auto beträgt 8-10 Stunden, alternativ kann man auch einen Nachtzug nach Dudhwa nehmen. Kishanpur Wildlife Sanctuary ist etwa 30 Kilometer vom Dudhwa Nationalpark entfernt und kann leicht mit dem Auto erreicht werden. Pilibhit Tiger Reserve liegt etwa 100 Kilometer südöstlich von Dudhwa und ist über Straßen gut erreichbar. Katarniaghat Wildlife Sanctuary liegt etwa 90 Kilometer östlich von Dudhwa. Auch hier erfolgt die Anreise hauptsächlich per Auto. |
| Landschaft: | Die Naturreservate Dudhwa, Kishanpur, Pilibhit und Katarniaghat erstrecken sich über den Terai-Gürtel Nordindiens und bieten eine beeindruckende Vielfalt an Landschaften. Dieser Gürtel ist geprägt von dichten Sal-Wäldern, ausgedehnten Graslandschaften und Feuchtgebieten, die sich entlang der Ausläufer des Himalayas erstrecken. Die dichten Wälder des Dudhwa Nationalparks sind Heimat majestätischer Sal-Bäume, deren hohe, gerade Stämme das Blätterdach bilden und Schatten über die dichten Unterwuchs werfen. In den offenen Graslandschaften von Dudhwa und Kishanpur tummeln sich zahlreiche Hirscharten, während die Feuchtgebiete und Sümpfe ein ideales Habitat für seltene Arten wie Sumpfhirsche bieten. Das Pilibhit Tiger Reserve besticht durch seine Mischung aus Wald, Grasland und Ackerland, das eine natürliche Grenze zum menschlichen Siedlungsraum bildet. Katarniaghat, durchzogen vom Ghaghara-Fluss, bietet dichte Wälder, Sumpflandschaften und Flussufer, die Lebensraum für Ganges-Flussdelfine und eine Vielzahl von Vogelarten sind. |
| Erschließung: | In und um die Reservate gibt es eine begrenzte Anzahl von Lodges, Forest Rest Houses und Camps, die in der Regel einfach, aber komfortabel ausgestattet sind. Die Mobilfunkabdeckung kann in den Reservaten eingeschränkt sein, insbesondere in tieferen Waldgebieten. Grundlegende Versorgungseinrichtungen wie kleine Läden oder medizinische Versorgung sind oft nur in den nächstgelegenen Städten verfügbar. |
| Tiere Überblick: | Die Naturreservate Dudhwa, Kishanpur, Pilibhit und Katarniaghat in Nordindien sind wichtige Schutzgebiete für seltene und gefährdete Wildtiere. Bengalische Tiger finden hier in den dichten Wäldern des Dudhwa Nationalparks und Pilibhit Tiger Reserves ideale Lebensbedingungen. Im Dudhwa Nationalpark wurde erfolgreich das Indische Panzernashorn wieder angesiedelt, während wilde Indische Elefanten durch die Wälder des Pilibhit Tiger Reserves streifen. Das Katarniaghat Wildlife Sanctuary ist bekannt für die Ganges-Flussdelfine, die in den Flüssen der Region leben. Sumpfhirsche bewohnen die Feuchtgebiete des Dudhwa Nationalparks und Kishanpur Wildlife Sanctuary. Zudem sind Leoparden, Wildschweine, Schakale, Fischkatzen, Languren und verschiedene Affenarten in allen vier Reservaten zu finden. |
| Tiere Aufzählung | Bengalische Tiger, Indische Panzernashörner, wilde Indische Elefanten, Ganges-Flussdelfine, Sumpfhirsche, Leoparden, Wildschweine, Schakale, Fischkatzen, Languren, verschiedene Affenarten u.v.m. |
| Vögel Überblick: | Zu den bemerkenswerten Arten gehören der Bengalische Florican, Saruskranich, Wollhalsstorch, Schlangenadler, Fischadler und verschiedene Eisvögel. Auch seltene Arten wie der Große und Kleine Adjutant, Indischer Schlangenhalsvogel, und Pfaue sind hier anzutreffen. |
| Vögel Aufzählung: | Bengalischer Florican, Saruskranich, Große und Kleine Adjutanten (Störche), Wollhalsstorch, Schlangenadler, Fischadler, Weißrückengeier, Indischer Schlangenhalsvogel, Grauer Reiher, Malaien-Nachtschwalbe, Purpurhuhn, Braunflügel-Wachtel, Eisvögel (verschiedene Arten) Kammfischer, Pfaue, Grüne Bienenfresser, Spechte (verschiedene Arten), Scharlachrote Minivets, Schwarznacken-Faulkner, Raubadler, Indische Kuckucke, Eulen (verschiedene Arten), Indischer Steppenadler, Zwerggans, Spießente |
| Pflanzen
| Dominierend sind die majestätischen Sal-Bäume, deren hohe, gerade Stämme die dichten Wälder bestimmen. Neben dem Sal-Baum finden sich Teak- und Shisham-Bäume, die ebenfalls typisch für die Region sind. In den trockeneren Bereichen wächst der Khair-Baum, während Bambus in den feuchteren Gebieten gedeiht. Die offenen Graslandschaften sind von dichtem Elefantengras bedeckt, das eine wichtige Rolle im Ökosystem spielt. |
