Tiere Botswanas
Botswana zählt zu den artenreichsten Reisezielen im südlichen Afrika und bietet eine außergewöhnlich gut erhaltene Tierwelt, die stark von den unterschiedlichen Landschaftszonen des Landes geprägt ist. Von den wasserreichen Feuchtgebieten des Okavango-Delta über die Flusslandschaften im Norden bis hin zu den trockenen Savannen und Halbwüsten der Kalahari reicht ein breites Spektrum an Lebensräumen. Insgesamt wurden in Botswana rund 160 Säugetierarten und über 590 Vogelarten nachgewiesen, was die Bedeutung des Landes für Safari-Tourismus und Naturbeobachtung unterstreicht. Für Reisende bedeutet dies, dass sich Tierbeobachtungen je nach Region, Jahreszeit und Wasserverfügbarkeit deutlich unterscheiden.
Das Okavango-Delta nimmt dabei eine zentrale Rolle ein. Als dauerhaft wasserführendes Binnendelta inmitten eines ansonsten trockenen Umfelds zieht es ganzjährig Tiere an und bietet besonders gute Bedingungen für Wildbeobachtungen. Viele Arten konzentrieren sich in der Trockenzeit entlang der Wasserläufe und Lagunen, während sie sich in der Regenzeit weiter verteilen. Neben den bekannten Großtieren ist das Delta auch für seine hohe Dichte an Vogelarten, Amphibien, Reptilien und Insekten bekannt, die eng an die Feuchtgebiete gebunden sind.
Die Tierwelt Botswanas lässt sich sinnvoll in vier große Gruppen gliedern: Säugetiere, Vögel, Reptilien sowie Insekten, wobei insbesondere Termiten eine wichtige ökologische Rolle spielen. Diese Gruppen werden auf den folgenden Seiten detailliert vorgestellt. Ziel ist es, einen Überblick über typische Arten, ihre Lebensräume und ihre Bedeutung für Safari-Reisende zu geben, ohne dabei den Blick für ökologische Zusammenhänge zu verlieren.

