Kusini - Südwestliche Serengeti
| Name: | Kusini - südwestliche Serengeti |
| Größe: | Die Kusini-Region umfasst etwa 1.000–1.500 km² im südlichen Teil des Serengeti National Park und liegt westlich der Ndutu-Gebiete, nahe der Grenze zur Ngorongoro Conservation Area. |
| Highlights: | Abgelegene Kurzgras-Ebenen, wichtige Kalbungsgebiete der Great Migration, besonders gute Chancen auf Geparden, weite offene Landschaft mit kaum Verkehr. |
| Pro: | Sehr ruhig im Vergleich zu Ndutu Hervorragende Sichtbedingungen Hohe Raubtieraktivität während der Kalbungszeit Authentisches Safari-Erlebnis. |
| Con: | Stark saisonabhängig Begrenzte Infrastruktur Außerhalb der Migration deutlich weniger Tiere |
Beste Zeit: | Dezember bis März, wenn sich große Herden der Great Migration in den südlichen Ebenen aufhalten. Besonders Januar und Februar sind Höhepunkte der Kalbungszeit. Während der Regenzeit (März bis Mai) beginnen die Herden abzuwandern. In der Trockenzeit ist die Region deutlich ruhiger. |
| Camps: | Serian's Serengeti Mobile Kusini Camp Kusini Serengeti Serengeti Safari Camp (saisonal) Ubuntu Migration Camp (Saisonal) |
| Betreiber: | Serian, Nomad Tansania, Asilia Africa |
| Anreise: | Per Fahrzeug von Arusha oder Karatu aus, alternativ per Flug über den Kusini Airstrip, Ndutu Airstrip oder Seronera Airstrip mit anschließendem Transfer. |
Landschaft: | Kusini ist geprägt von weiten, offenen Kurzgras-Savannen auf vulkanischen Böden. Die Landschaft ist flach bis leicht wellig, mit nur wenigen Bäumen und hervorragender Rundumsicht. |
| Erschließung: | Die Region ist nur leicht erschlossen, mit wenigen Pisten und sehr geringer Fahrzeugdichte. Dies sorgt für eine ruhige und exklusive Safari-Atmosphäre. |
| Gewässer: | Kusini verfügt über keine großen permanenten Wasserquellen. Stattdessen prägen saisonale Wasserläufe und flache Senken das Gebiet, die sich während der Regenzeit füllen. Diese temporären Wasserstellen fördern das Wachstum der nährstoffreichen Gräser, die die großen Herden anziehen. In der Trockenzeit trocknen viele dieser Wasserquellen aus. |
| Tierwanderung: | Das Kusini Region gehört zu den weniger bekannten, aber ökologisch wichtigen Teilräumen der südlichen Serengeti und spielt eine ergänzende Rolle während der frühen Phase der großen Tierwanderung. Seine größte Bedeutung entfaltet das Gebiet in den Monaten Januar bis März, wenn sich die Herden während der Kalbungszeit nicht nur im klassischen Ndutu-Bereich, sondern je nach Niederschlagsverteilung auch weiter nach Südwesten ausdehnen. In solchen Jahren können sich größere Tieransammlungen bis in die Kusini-Region hinein verlagern, wodurch das Gebiet zeitweise Teil des erweiterten Kalbungsraums wird. Im Vergleich zu den Kerngebieten weiter östlich ist die Nutzung jedoch deutlich unregelmäßiger und weniger konzentriert. Die Anwesenheit großer Herden hängt stark von lokalen Regenfällen und dem daraus resultierenden Graswachstum ab, sodass die Kusini-Region eher als opportunistisch genutzter Erweiterungsraum fungiert. Mit dem Ende der Kalbungszeit und dem Beginn der Wanderbewegung nach Westen und Norden ab etwa März und April nimmt die Bedeutung rasch ab, da sich die Herden in Richtung zentraler und westlicher Serengeti verlagern. In den Monaten von April bis etwa November spielt die Region für die Migration kaum eine Rolle, da sich die Hauptbewegungen weit außerhalb dieses südwestlichen Bereichs abspielen. Erst mit den einsetzenden kurzen Regenfällen gegen Jahresende kann die Aktivität wieder leicht zunehmen, bleibt jedoch meist hinter den östlicher gelegenen Flächen zurück. Charakteristisch für die Kusini-Region ist somit ihre Rolle als variabel genutzte Randzone des Kalbungsgebiets, deren Bedeutung stark von jährlichen Umweltbedingungen abhängt und die vor allem in guten Regenjahren interessante, aber weniger vorhersehbare Migrationserlebnisse bietet. |
| Tiere Überblick: | Während der Hochsaison bietet Kusini eine hohe Tierdichte mit besonderem Fokus auf Geparden und andere Raubtiere. |
| Tiere Aufzählung | Weißbartgnu (Bestand: 1,5 Mio.), Thomsongazelle, Grantgazelle, Steppenzebra, Afrikanischer Büffel, Elenantilope, Kleiner Kudu, Pferdeantilope, Bleichböckchen, Kuhantilope, Steinböckchen, leierantilope, Büschelohr-Oryx, Warzenschwein, Buschbock, Kronenducker, Impala, Kirk-Dikdik, Riedbock, Wasserbock, Klippspringer, Giraffe, Bergriedböcke, Anubispavian, Afrikanischer Elefant, Erdferkel, Steppenschuppentier, Kaphase, Stachelschwein, Schliefer, Löffelhund, Kapotter, Fleckenhalsotter, Honigdachs, Zorilla, Manguste, Erdwolf, Kleinfleck-Ginsterkatze, Großfleck-Ginsterkatze, Afrikanische Zibetkatze, Serval, Falbkatze, Buschschwein Löwe, Leopard, Gepard, Tüpfelhyäne, Streifenhyäne, Afrikanischer Goldwolf, Schabrackenschakal, Spitzmaulnashorn, Flusspferd, Südliche Grünmeerkatze, Südlicher Husarenaffe, Mantelaffe, Reptilien: Nilkrokodil, Nilwaran, Pantherschildkröte, Nördliche Felsenpython, Afrikanische Speikobra, Puffotter, Echsen |
| Vögel Überblick: | Offene Kurzgras-Ebenen bieten ideale Bedingungen für Boden- und Savannenarten sowie Greifvögel. Vollständige Bird Species Checklist Serengeti |
| Vögel Aufzählung: | Schreiseeadler, Kampfadler, Savannenadler, Ohrengeier, Weißrücken-Geier, Schwarzbauchtrappe, Kori-Trappe, Braunbauch-Flughuhn, Gelbkehl-Flughuhn, Rotflügel-Lerche, Kurzzehenlerche, Steppenlerche, Weißbrauenweber, Maskenweber, Büffelweber, Amethystglanzköpfchen, Rotkehl-Nektarvogel, Schwarzschwanz-Drongo, Boubouwürger, Wachtelfrankolin, Coqui-Frankolin, Afrikanische Zwergohreule, Sumpfohreule (gelegentlich), Strauß, Sekretär |
| Pflanzen: | Die Vegetation besteht überwiegend aus nährstoffreichen Kurzgras-Savannen auf vulkanischen Böden. Diese Grasflächen wachsen schnell nach Regenfällen und bilden die Grundlage für die großen Tierherden während der Kalbungszeit. Bäume sind selten und beschränken sich auf vereinzelte Akazien. |

