Unterschiede zwischen Savanne, Steppe und Pampa
1. Die Savanne: Das tropische Grasland
Die Savanne ist ein Übergangsbereich zwischen dem tropischen Regenwald und der Wüste. Ihr Hauptmerkmal ist der Wechsel von Regen- und Trockenzeiten
Klima: Tropisch bis subtropisch. Es ist das ganze Jahr über warm, aber die Niederschläge sind saisonal stark begrenzt.
Vegetation: Im Gegensatz zu Pampa und Steppe findet man hier vereinzelt Bäume (z. B. Akazien oder Affenbrotbäume). Je nach Wassermenge unterscheidet man Feucht-, Trocken- und Dornsavannen.
Vorkommen: Vor allem in Afrika (Serengeti), Südamerika (Llanos) und Australien.
2. Die Steppe: Das semiaride Grasland
Die Steppe liegt meist im Inneren von Kontinenten, weit entfernt von ausgleichenden Meeresströmungen. Sie ist geprägt durch extreme Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter.
Klima: Semiarid (halbtrocken). Es gibt zu wenig Regen für Wälder, aber zu viel für eine Wüste. Die Winter sind oft klirrend kalt, die Sommer heiß und trocken.
Vegetation: Fast ausschließlich Gräser und Kräuter; Bäume fehlen aufgrund des Wassermangels fast völlig.
Vorkommen: Zentralasien (Mongolei), Osteuropa und die "Great Plains" in Nordamerika (dort meist "Prärie" genannt).
3. Die Pampa: Die Sonderform der Subtropen
Die Pampa ist im Grunde die südamerikanische Variante der Steppe, unterscheidet sich aber durch ihr gemäßigtes, mildes Klima.
Klima: Subtropisch bis warm-gemäßigt. Im Gegensatz zur asiatischen Steppe sind die Winter hier mild (kaum Frost) und die Niederschläge über das Jahr gleichmäßiger verteilt.
Vegetation: Extrem fruchtbare Böden (Schwarzerden), auf denen dichtes, hohes Gras wächst. Heute wird die Pampa massiv landwirtschaftlich genutzt.
Vorkommen: Fast ausschließlich im Südosten Südamerikas (Argentinien, Uruguay, Südbrasilien).
Gemeinsamkeiten (Der wissenschaftliche Kern)
Wissenschaftlich gesehen gehören alle drei zum Biom der offenen Landschaft. Die Gemeinsamkeiten sind:
Dominanz der Poaceae: In allen drei Gebieten sind Gräser die ökologisch dominierende Lebensform.
Anpassung an Feuer: Alle drei Ökosysteme profitieren von regelmäßigen natürlichen Bränden, die den Baumwuchs verhindern und den Gräsern Raum zur Regeneration geben.
Große Pflanzenfresser: Sie sind die Heimat großer Herden von Huftieren (Bisons in der Prärie, Antilopen in der Savanne, Guanakos in der Pampa).


